Feministischer Streik: Care-Arbeit sichtbar machen

Von: Maria Pilotto

Am feministischen Streik vom 14. Juni war der VPOD mit einer klaren Botschaft präsent: Care-Arbeit ist systemrelevant – aber sie wird noch immer nicht als solche behandelt.. Mit einem interaktiven Care-Quiz, Gesprächen zur Gewerkschaftsarbeit und einem «Windelständer» voller harter Fakten (aka «Scheiss-Facts») rückte der VPOD unbezahlte und unterbezahlte Sorgearbeit ins Zentrum.

Agatha Fausch, Simona Schmid, Maria Pilotto Maria Pilotto

Das Care-Quiz sorgte für rege Beteiligung: In kleinen Gruppen oder einzeln testeten zahlreiche Anwesende ihr Wissen über Arbeitsteilung in Familien, die Zufriedenheit mit der vorschulischen Kinderbetreuung, Löhne in der Kinderbetreuung oder das Ausmass der unbezahlten Arbeit.

-> Hier findest du die Antworten

Unter den Quiz-Teilnehmenden wurden drei Exemplare des Buchs „Und alles so still“ von Mareike Fallwickl verlost. Die Gewinner:innen werden persönlich informiert.

Besonders viel Aufmerksamkeit zog der «Scheiss-Facts»-Windelständer auf sich: Windeln, in denen mit klaren Zahlen und Aussagen auf strukturelle Ungleichheiten hingewiesen wurde – etwa zu den tiefen Löhnen in der Kinderbetreuung, die unausgeglichene Verteilung der unbezahlten Arbeit oder die Unterschiede bei der Teilzeitarbeit von Fruane und Männern.

Neben Infomaterial stand vor allem der Austausch im Vordergrund. VPOD-Mitglieder kamen mit den vielen Streikteilnehmer:innen ins Gespräch, erzählten von gewerkschaftlichen Erfolgen, Nutzen und Herausforderungen und luden zur Mitarbeit ein. Denn eines ist klar: Ohne die Organisation von unten, ohne kollektiven Druck, ändert sich nichts.

Care-Arbeit muss endlich ernst genommen, fair entlöhnt und gerecht verteilt werden. Der VPOD bleibt dran. Gemeinsam kämpfen wir für eine gerechtere Verteilung von Arbeit, Zeit und Einkommen.


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17.06.2025 20250614_Care-Quiz-Lösungen PDF (82.8 kB)