Überschuss Kanton Luzern

Service public von Frau Diethelm

Der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) nimmt den grossen Überschuss, den der Kanton Luzern für das Rechnungsjahr 2020 ausweist, positiv zur Kenntnis. Die über 200 Mio. Franken erlauben Spielraum, um die Folgen der Corona-Pandemie für die Menschen in unserem Kanton abzufedern. Nach der Wirtschaft, sind nun die Angestellten im Service public dran. Ihre immense und unverzichtbare Arbeit in dieser Krise muss nun endlich honoriert werden.

Alle Stimmen, die in den vergangenen Monaten immer wieder gemahnt haben, irgendwer müsse die Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft und zum Erhalt von Arbeitsplätzen bezahlen, müssen nun verstummen. Das Geld ist, das zeigt dieser Überschuss vorhanden, die bis heute getroffenen Härtefallregelungen sind allesamt bezahlt. Und auch nach Abzug der bereits beschlossenen Massnahmen bleibt mit diesem Überschuss noch weiterer Spielraum.

Aussergewöhnliche Leistungen honorieren
Diesen gilt es zu nutzen, um endlich die Leistung all jener Menschen, die uns durch diese Krise bringen, zu honorieren. Es sind dies die Angestellten im Gesundheitswesen, in den Spitälern, in der Langzeitpflege und in der Spitex. Hinzu kommen die Angestellten in der öffentlichen Verwaltung, die all die Zusatzaufgaben durch Corona neben ihrer alltäglichen Arbeit erledigen. Es sind die Lehrpersonen, die unter schwierigen Umständen den staatlichen Bildungsauftrag auch in dieser Krisenzeit umsetzen. Es sind die Polizistinnen und Polizisten, die alle beschlossenen Verordnungen, Verbote und Einschränkungen bei den Bürgerinnen und Bürgern durchsetzen. Es sind die Menschen, die im Sozialbereich, den sozialen und psychiatrischen Einrichtungen Überstunden machen, um dem deutlich gestiegenen Bedarf nach persönlicher und wirtschaftlicher Hilfe gerecht zu werden.

Jetzt sind Angestellte des Service public an der Reihe
Nach den grossen Unterstützungspaketen für die Wirtschaft sind nun auch diese Menschen am Zug. Der VPOD fordert für alle Angestellten im Service public eine Corona-Prämie. Es sind nämlich all diese Menschen, die mit ihrer Arbeit, die Luzerner Bevölkerung durch diese Krise bringen. Sie sollen nun von diesem Überschuss profitieren können, denn ihnen gebührt mehr Wertschätzung für diese immense, systemrelevante Arbeit.

Natürlich können wir es nicht bei dieser Prämie belassen. Namentlich im Gesundheitswesen und im Sozialbereich braucht es substantielle Verbesserungen der Anstellungsbedingungen. Diese gilt es nun konkret anzupacken, um dem Fachkräftemangel nachhaltig zu begegnen. Zudem brauchen alle Angestellten im öffentlichen Dienst eine stabile und verlässliche Lohnentwicklung. Nur so können wir auch weiterhin auf kompetente und motivierte Menschen im Service public zählen. Das prall gefüllte Ausgleichskonto des Kantons erlaubt dies ohne Einschränkung zu berücksichtigen.

Für weitere Auskünfte:
Viviane Hösli, Regionalsekretärin VPOD-Zentralschweiz, Enable JavaScript to view protected content.

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