Gratisarbeit an der HSLU?

Von: Viviane Hösli, Regionalsekretärin VPOD Zentralschweiz

Vollzeit arbeiten und nur Teilzeit bezahlt werden? Wir finden: Das geht nicht.

Doch leider ist das bei Hochschulmitarbeitenden nicht selten der Fall. Der VPOD führt darum im Dezember 2021 und Januar 2022 eine Umfrage bei den Mitarbeitenden der Hochschule durch.

Gemäss Personalverordnung der Hochschule Luzern müssen alle Personalkategorien ihre geleistete Arbeitszeit erfassen. Allerdings erlaubt das SAP der Hochschule eine effektive Arbeitszeiterfassung gar nicht, sondern es können nur Pauschalen eingegeben werden, welche oft massiv vom geleisteten Arbeitseinsatz abweichen.

Dies führt bei Mitarbeitenden der HSLU immer wieder zu problematischen Situationen: Viele arbeiten ein erheblich höheres Pensum als das, wofür sie bezahlt werden oder sie tragen das unternehmerische Risiko, wenn Projekte und Module nicht zustande kommen, durch Minusstunden.

Durch die nicht erfolgte effektive Arbeitszeiterfassung ist es den Mitarbeitenden jedoch nicht möglich, für Überstunde eine Entschädigung einzufordern. Entstehen hingegen, durch die nicht korrekte Erfassung Minusstunden, werden diese spätestens beim Austritt aus der Hochschule vom Lohn abgezogen.

Wir finden, das geht nicht! Die Mitarbeitenden der Hochschule leisten entscheidende und qualitativ hochwertige Arbeit für Lehre und Forschung in der Zentralschweiz. Das muss möglich sein, ohne dass die Freizeit und das Wohlbefinden darunter leiden! Aus diesem Grund, macht der VPOD, gemeinsam mit dem Dozierendenverband eine Umfrage beim Personal der Hochschule Luzern.

Hier geht's zur Umfrage für die Mitarbeitenden der Hochschule.

Die Umfrage läuft bis am 21. Januar 2022.