Der Dank gebührt dem Personal

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat den Rechnungsabschluss 2018 präsentiert. Dieser schliesst mit rund 120 Million besser ab als budgetiert. Die Gewerkschaft VPOD freut sich über den positiven Jahresabschluss des Kantons Luzern, weist aber auf kritische Punkte hin. Denn einerseits kommt dieser durch einschneidende Sparmassnahmen auf Kosten des Personals und andererseits dank einmaliger Sondereffekte und der guten Wirtschaftslage zustande.

«Wichtig ist, dass sich die Einnahmen endlich nachhaltig normalisieren. Doch das ist auch in diesem Jahr nicht der Fall», kritisiert Urban Sager, Präsident des Verbands des Personals öffentlicher Dienste VPOD Luzern. Denn von Nachhaltigkeit kann einnahmeseitig insbesondere bei der doppelten Gewinnausschüttung der SNB und den Erbschaftssteuern leider nicht die Rede sein.

Wie schon oft in den vergangenen Jahren ist der positive Jahresabschluss zu einem erheblichen Anteil auf die grosse Ausgabendisziplin der Verwaltung zurückzuführen. Dank dem hohen Verantwortungsbewusstsein und hervorragender Arbeit blieben die Ausgaben der Verwaltung fast 10% unter dem Budget. Obwohl der Kanton Luzern als Arbeitgeber die Belastung des Personals Jahr für Jahr steigert, setzen sich die Angestellten tagtäglich für das Wohl der Luzerner Bevölkerung ein. Sei es in der Kernverwaltung, in den Schulzimmern oder auf den Polizeiposten. Ihnen gebührt unser Dank.

«Der hohe Druck der Gewerkschaft VPOD und der Direktbetroffenen hat nun zur Folge, dass mit der Normalisierung der Arbeitszeit ein Versprechen der Regierung eingelöst wird», sagt Sager. Doch ist diese bis jetzt ein blosses Wahlversprechen. Die Regierungsräte sind nun in der Pflicht, innerhalb ihrer Parteien dafür zu sorgen, dass auch im Kantonsrat ein klares Bekenntnis zum Personal ausgesendet und die Arbeitszeitnormalisierung im Budgetprozess auch tatsächlich erfolgt. Doch auch wenn sie wieder auf den kantonalen Durchschnitt von 42 Wochenarbeitsstunden reduziert wird, ist der Weg zur Normalität noch lange. «Bevor in Luzern wieder vom Normalzustand gesprochen werden kann, müssen auch die gemachten Kürzungen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich rückgängig gemacht werden und sich beim Personal endlich wieder eine konstante und verlässliche Lohnentwicklung einstellen», so Sager.

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