Zwar ist der jüngste Standort der Quartierarbeit in einer provisorischen Lokalität (Schulhaus Wartegg) untergebracht, trotzdem ist der siebte Quartierarbeiter schon lange im Quartier Tribschen-Langensand-Schönbühl an der Arbeit und der mehrjährige Aufbau von sieben Standorten vollzogen! Die Sparmassnahmen im Bereich Quartierarbeit hätten also die tatsächliche Schliessung eines Standortes zur Folge! Seit Monaten werden in den stadträtlichen Unterlagen und von den Befürwortern des Sparpakets die Eingriffe und Kürzungsschnitte kleingeredet. Es geht aber in der Quartierarbeit nicht um eine geringfügige Änderung, sondern um einen massiven Abbau von 150 Stellenprozenten (von 690% auf 540%), um die Reduktion der bisherigen Mittel um einen Fünftel und um die folgenreiche Neueinteilung des gesamten Stadtgebiets (neu sechs Einzugsgebiete der dezentralen Quartierarbeit statt wie geplant und bewährt sieben). Natürlich sind die 180‘000 Franken, die der Quartierarbeit weggenommen werden sollen, angesichts des Sparpakets von 14 Mio. und erst recht mit Blick auf ein Gesamtbudget von über 600 Mio. ein geringer Betrag. Trotzdem sind die geplanten Einschnitte massiv zu nennen und nicht moderat.
Das Komitee prüft angesichts des willkürlichen Festhaltens an dieser Fehlinformation (sie fand sich bereits in der stadträtlichen Botschaft, hielt sich hartnäckig auch in einer GPK-Mitteilung vom 25.9.2015 und wurde schliesslich in der parlamentarischen Beratung kritisiert), ob Stimmrechtsbeschwerde eingereicht werden soll. Es geht nicht an, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf der Basis von verschleiernden Aussagen eine Entscheidung zum städtischen Voranschlag fällen müssen.