Belastungsumfrage: über 2000 Teilnahmen

Die VPOD-Belastungsumfrage hat die 2000er-Marke geknackt. Und dies nach nur einem Monat. Das Vorhaben, die Arbeitsbelastung des Personals im Kanton Luzern detailliert zu analysieren, stösst auf grosses Interesse bei den Angestellten. Auffällig dabei ist, dass Lehrpersonen fünfmal häufiger an der Umfrage teilnehmen, als Angestellte der öffentlichen Verwaltung.

Seit Anfang Jahr führt der VPOD Luzern die Belastungsumfrage bei den Lehrpersonen und den Verwaltungsangestellten des Kantons Luzern durch. Das Ziel der Umfrage ist eine vollumfängliche Analyse der Arbeitsbelastung von unabhängiger Seite her. Obschon der Regierungsrat behauptet, die Belastungssituation in Zufriedenheitsumfragen regelmässig zu überprüfen, ist der VPOD Luzern der Meinung, dass sich die Angestellten gegenüber der Gewerkschaft direkter zum Ausdruck bringen können als gegenüber der Arbeitgeberin oder dem Arbeitsgeber. Das überwältigend positive Echo auf die VPOD-Umfrage gibt uns recht.

Die ersten Auswertungen der Umfrage zeigen, dass der Anteil der Lehrpersonen rund 5-mal höher ist als jener der Angestellten in der öffentlichen Verwaltung. Die Ursache für die tiefere Umfragebeteiligung des Verwaltungspersonals könnte darin liegen, dass die Unterlagen, die wir allen Abteilungsleitenden zugestellt haben, nicht ans Personal weitergeleitet wurden. Auch wurden wir in Kenntnis darüber gesetzt, dass in gewissen Departementen die Umfrageteilnahme und die Verbreitung der Umfrage von der Führungsebene erschwert wird. Der VPOD hat sich gewehrt und bestand auf das verfassungsmässige Recht der Arbeitnehmenden, sich gewerkschaftlich zu organisieren und an Umfragen teilzunahmen.

Verwaltungsbesuche im Gange

Gestützt auf ein Bundesgerichtsentscheid hat sich der VPOD nun Zugang in die Verwaltungsgebäude verschafft und wird an ausgewählten Dienststellen vor Ort die Belastungsumfrage vorstellen. Der Regierungsrat musste im Zuge dessen eingestehen, dass er dem Personal die Teilnahme ermöglichen muss und die Durchführung nicht erschweren darf. Weiter musste er zugestehen, dass die Gewerkschaft VPOD ein auf die Verfassung gestütztes Recht hat, mit dem Personal in Kontakt zu treten und die Infrastruktur, sowohl die physische wie auch die digitale, für gewerkschaftliche Zwecke nutzen darf. So wird der VPOD Luzern in den nächsten Wochen weiterhin den persönlichen Kontakt zu den Angestellten suchen und sie an ihrem Arbeitsplatz besuchen.