Gesundheitsbereich

Egal ob im Spital, in Alters- und Pflegeheimen, psychiatrischen Kliniken oder in der Spitex: Im Gesundheitsbereich ist der VPOD dein Ansprechpartner bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz.

Auslagerungen, Privatisierungen und Abbau beim Personal: Die Spitäler sind auch in der Zentralschweiz unter Druck. Im Gesundheitsbereich muss zunehmend gewinnorientiert und effizient gearbeitet werden, die öffentliche Hand stellt weniger Geld zur Verfügung. Darunter leidet das Personal. Die gleiche Arbeit soll mit weniger Angestellten in kürzerer Zeit und mit mehr Bürokratieaufwand erledigt werden.

Privatisierung des Kantonsspitals bald auch in Luzern?

Bereits im Sommer 2015 haben die Spitalleitung des Luzerner Kantonsspitals (Luks) und der Luzerner Psychiatrien (Lups) verlauten lassen, dass sie die bisher öffentlich-rechtlich organisierten Institutionen in eine Aktiengesellschaft auslagern will. Die Luzerner Regierung geht sogar noch einen Schritt weiter und will eine aufgeblasene Spital-Holding gründen, in die neben dem Luks und dem Lups auch Gesundheitsinstitutionen mit Sitz in Ob- und Nidwalden überführt werden sollen.

Der VPOD setzt sich dafür ein, dass das Luks und Lups nicht noch weiter privatisiert und somit noch weiter von der demokratischen Einflussnahmen entfernt werden. Die Schliessung des Regionalspitals Wolhusen wird von bürgerlicher Seite schon länger gefordert. Bisher konnten wir dies verhindern. Doch der Druck steigt bei jedem Abbaupaket weiter und eine Privatisierung des Luks würde das Schicksal des Spitals Wolhulsen mit Sicherheit besiegeln. Ausserdem zeigen frühere Auslagerungsprojekte, dass diese meistens teurer sind und die Arbeitsbedingungen für das Personal schlechter werden.

Aus diesen Gründen hat der VPOD gemeinsam mit der Luzerner Allianz für Lebensqualität die Initative «Für eine sichere Gesundheitsversorgung im ganzen Kanton Luzern» lanciert. In dieser fordern wir eine flächendeckende Spital- und Notfallversorgung, eine öffentlich-rechtliche Spitalgrundversorgung und die Sicherung der Versorgungsqualität durch qualifiziertes und gut aus- und weitergebildetes Personal. Damit dieses auch fair entlöhnt wird, verhandeln wir jählich die Lohnentwicklung des Personals mit der Spitalleitung.

Der Zuger GAV als Vorbild für die Zentralschweiz

Der VPOD war die treibende Kraft hinter der Kampagne für einen GAV im ausgelagerten Kantonsspital Zug. Seit 2015 erhält das Zuger Spitalpersonal fünf statt vier Wochen Ferien. Zudem sitzt der VPOD bei den Lohnverhandlungen jährlich am Tisch. Unsere Mitglieder setzen sich mit Unterschriftensammlungen, Verhandlungen und Engagement in der Personalkommission für gute Arbeitsbedingungen ein. Im Kanton Schwyz und Luzern arbeiten wir in den Personalkommissionen der Spitäler mit und betreuuen unsere Mitglieder individuell bei Problemen am Arbeitsplatz.

Wir mischen uns ein und führen Verhandlungen

Der VPOD mischt sich ein! Wir decken Ungerechtigkeiten und Missstände auf und bekämpfen sie. Besonders wichtig Arbeit leisten hierfür unsere Branchengruppe Gesundheit. In dieser Gruppe diskutieren Fachpersonen über geplante Änderungen, wie die Einführung von TARPSY in den Psychiatrien oder die Erarbeitung neuer Personalreglemente, nehmen in der Politik und der Öffentlichkeit Stellung und planen und organisieren gemeinsam Aktionen.

Werde jetzt aktiv!

Findest du es auch wichtig, dich für ein gutes und flächendeckendes Gesundheitswesen und faire Arbeitsbedingungen für das Personal einzusetzen? Willst du aktiv in der Branchengruppe mitarbeiten? Oder hast du Fragen zu deiner Anstellung oder zur Dienstplangestaltung? Dann nimm mit unserem Sekretariat Kontakt auf. In der Zentralschweiz ist Martin Wyss für den Gesundheitsbereich zuständig.

Martin Wyss

Geschäftsleiter VPOD Luzern

+41 (0)41 240 66 16
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