Umfrage zeigt grossen Rückhalt in der Bevölkerung für den Service public

Von: Urban Sager

Die Bevölkerungsbefragung zeigt eine grosse Zufriedenheit der Luzernerinnen und Luzerner mit den Leistungen des Staates. Eine grosse Mehrheit von teilweise über 90% sprechen sich gegen einen weiteren Leistungsabbau in der Bildung, der Sicherheit, bei sozialen Einrichtungen, bei der Gesundheit oder im öffentlichen Verkehr aus. Gleichzeitig hat die Bevölkerung das Vertrauen in die Finanzpolitik der Regierung verloren und ist nicht bereit die Steuerausfälle der Tiefsteuerpolitik aus dem eigenen Sack zu bezahlen.

Die Resultate zeigen eindrücklich, dass eine überwältigende Mehrheit der Luzerner Bevölkerung genug vom umfassenden Leistungsabbau der vergangenen Jahre hat und hinter den vom Staat erbrachten Leistungen steht. So sprechen sich deutlich über 90% der Befragten gegen einen weiteren Abbau bei der Bildung, der öffentlichen Sicherheit und bei Behinderteneinrichtungen aus. Auch bei der Gesundheitsversorgung haben 87% der Befragten das Gefühl, dass gleich viel oder mehr ausgegeben werden sollte und auch bei Gymnasien und Hochschulen sowie im öffentlichen Verkehr kann für 80% der Befragten zukünftig gleichviel oder sogar mehr ausgegeben werden. «Die Menschen im Kanton Luzern haben genug vom Abbau der letzten Jahre. Sie stehen hinter den staatlichen Leistungen in Bildung, sozialen Institutionen, Gesundheit und dem öffentlichen Verkehr, weitere Kürzungen sind damit vom Tisch», sagt Urban Sager, Präsident des VPOD Luzern und Kantonsrat.

Die zwei Hauptargumente für die Ablehnung der Steuererhöhung sind ein deutliches Misstrauensvotum gegen die von Regierung und den bürgerlichen Parteien in den letzten Jahren verfolgten Tiefsteuerpolitik. So haben 70% der Befragten die Steuererhöhung abgelehnt, weil die einfachen Bürgerinnen und Bürger die Steuerausfälle bezahlen müssen, während die Unternehmen profitieren. Für 65% war die zufällig und konzeptlos wirkende Finanzpolitik ein Grund für ihre Ablehnung. Erst an dritter Stelle folgt eine Ablehnung mit der Haltung, man solle die Ausgaben kürzen. «Die Luzernerinnen und Luzerner haben das Vertrauen in die Finanzpolitik der Regierung verloren. Sie sind nicht bereit, die Steuerausfälle der missglückten Tiefsteuerstrategie zu bezahlen. Wir brauchen nun ein entsprechendes Umdenken von Seiten der Politik», folgert Sager.


Kontakt:

Urban Sager, Präsident VPOD Luzern, 079 794 81 80

Martin Wyss, Geschäftsführer VPOD Luzern, 077 454 99 46

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