Petition für ein Personalrestaurant im Bahnhof Luzern eingereicht

Warme und erschwingliche Mahlzeiten für das Personal: 1001 Unterschriften werden auf dem Perron überreicht

Von: Sekretariat

Die Gewerkschaften des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB) haben heute den Verantwortlichen der SBB, der Zentralbahn und der Luzerner Verkehrsbetriebe vbl eine Petition überreicht, welche die Schaffung eines Personalrestaurants im Bahnhof Luzern fordert.

Im Rahmen einer Aktion im Bahnhof Luzern, bei der an einem gedeckten Tisch eine warme Mahlzeit serviert wurde, haben Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zusammen mit betroffenen Arbeitnehmenden den SBB-, Zentralbahn- und vbl-Verantwortlichen eine Petition übergeben. In dieser wird die Schaffung eines gut erreichbaren Personalrestaurants im Luzerner Bahnhof verlangt, dessen Öffnungszeiten insbesondere den besonderen Schichtarbeitszeiten Rechnung tragen (Montag bis Sonntag, 6 bis 22 Uhr).

Die 1001 Unterschriften belegen die Dringlichkeit des Anliegens. Sie stammen von Mitarbeitenden von SBB, vbl, Post, Zentralbahn, Südostbahn, BLS, der Luzerner Polizei und von den Betrieben der Luzerner RailCity.

Die Erwartung der Petitionärinnen und Petitionäre ist denn auch klar nicht die, dass die SBB alleine die Verantwortung für die Personalverpflegung übernehmen muss. «Der LGB verlangt, dass die SBB als Eigentümerin des Bahnhofs Luzern und als grösste Arbeitgeberin vor Ort die Planung eines Personalrestaurants an die Hand nimmt. Sie muss nun mit den übrigen Arbeitgebenden und den Personalvertretungen Anschlussvereinbarungen treffen», sagt Martin Wyss, Präsident des Luzerner Gewerkschaftsbundes LGB.

Schnellimbiss genügt nicht und ist teuer

Für Reisende ist das Verpflegungsangebot am Bahnhof Luzern für den schnellen Imbiss unterwegs ausgesprochen breit. Für das im und um den Bahnhof tätige Personal hingegen ist es alles andere als zufriedenstellend. «Das teure, hoch frequentierte vegetarische Restaurant, die Sandwich-Bäckereien und die Fastfood-Ketten werden dem Anspruch an warme und ausgeglichene Mahlzeiten zu einem verkraftbaren Preis nicht gerecht. Ausserdem decken sie die speziellen Esszeiten der Schichtarbeitenden nur unzureichend ab», bekräftigt Urs Langenstein, Präsident des SEV-VPT Sektion Zentralbahn.

Denn die einzigen nahen Kantinen – die Mensen der Universität und der Hochschule Luzern – sind nur von Montag bis Freitag und zu Bürozeiten geöffnet. Während der Semesterferien und zu Hauptessenszeiten sind sie für die Öffentlichkeit überhaupt nicht zugänglich.

Der Petitionstext im Wortlaut:

Die unterzeichnenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fordern:

  • Die Eröffnung eines Personalrestaurants oder eines gleichwertigen Angebots im Bahnhof Luzern für die Angestellten der dort angesiedelten oder umliegenden Betriebe (Bahnunternehmen, Post, vbl, Verkauf, etc.).

  • Warme und ausgewogene Verpflegungsmöglichkeiten, welche den Bedürfnissen des unregelmässig arbeitenden Personals entsprechen (Öffnungszeiten Mo-So, 06h-22h).

  • Gute Erreichbarkeit des Verpflegungsstandortes in den vorgeschriebenen Weg- und Pausenzeiten.

Die vollständige Petition ist auf der Website des VPOD Zentralschweiz einsehbar.

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