Nein zum Abbau bei den Fremdsprachen

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Von: Sekretariat VPOD Zentralschweiz

Die Luzerner Stimmbevölkerung hat sich heute klar gegen einen weiteren Abbau bei der Bildung in den Luzerner Primarschulen ausgesprochen. Den Initianten ist es jedoch gelungen, eine wichtige Diskussion rund um die konkreten Auswirkungen des stetigen Ressourcenabbaus im Bildungsbereich zu lancieren.

Um die Qualität der Bildung nachhaltig zu sichern, müssen die von den Lehrpersonen vorgebrachten Argumente von der Luzerner Politik ernstgenommen und entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden. „In der Diskussion um eine Fremdsprache auf der Primarschule waren sich alle einig, dass wir für einen zeitgemässen Sprachunterricht auf der Primarschule die nötigen Ressourcen und moderne Lehrmittel benötigen“, sagt Urban Sager, Präsident der Gewerkschaft VPOD Luzern. Entsprechend zügig müssen die vom Regierungsrat versprochenen Verbesserungen im Fremdsprachenunterricht nun auch umgesetzt werden.

In den Diskussionen um die Initiative wurde zudem deutlich, dass viele Lehrpersonen immer mehr Mühe mit den stark gestiegenen Anforderungen ihres Berufes haben. Es darf nicht sein, dass die Lehrpersonen dabei alleingelassen werden. Um die Bildungsqualität zu sichern und das Modell der integrativen Förderung zum Erfolg zu führen, müssen die Lehrpersonen entlastet und die Förderinstrumente ausgebaut werden. Die meisten Lehrpersonen stehen hinter dem Modell der integrativen Förderung, ihnen fehlen dazu aber oftmals die nötigen Ressourcen in Form von zusätzlichen Lektionen durch HeilpädagogInnen oder in Form von gezielten Förderinstrumenten für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. „Das Modell der integrativen Förderung droht an Rückhalt in der Lehrerschaft zu verlieren, wenn wir nicht endlich die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellen und die Lehrpersonen entlasten“, gibt Sager zu bedenken.

Für Rückfragen:
Urban Sager, Präsident VPOD Luzern, 079 794 81 80
Martin Wyss, Regionalsekretär VPOD Luzern, 077 454 99 46
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